Portoferraio: die römisch-Route ... auf den Spuren der Römer

Elba, die römisch-Route Für den, der sich im 1. Jht. v.C. vom Meer aus der Bucht von Portoferraio näherte, stellte sich diese als eine von zwei luxuriösen Patriziervillen flankierte und kontrollierte Reede dar. Die eine Villa estreckte sich fast in Meereshöhe auf den Höhen der Linguella, die andere zwischen der Insel und der Tyrrhenischen Küste auf dem Grotte genannten Vorgebirge. An der günstig gelegenen Bucht, die heute den Hintergrund für Portoferraio bildet, entstanden und wuchsen die ersten Siedlungen.

Längs der Küsten von Elba verliefen und kreuzten sich die wichtigsten Handelswege: im 1. Jht. v.C. italischer Wein für den Westen (Reste von Sant'Andrea A und B), Fischsoßen, Wein, Öl und Korn, das zur Zeit der Kaiser aus Spanien, Gallien und Afrika die italischen Märkte erreichte (Reste in Chiessi, Procchio, Porto Azzurro, Punta Cera). Von besonderer Anziehungskraft waren die Bodenschätze der Insel. Das Eisen wurde schon zur Zeit der Etrusker genutzt und wurde, wenn auch in geringeren Mengen, noch im 1. Jht. v.C. gefördert.
Mit dem 2. Jht. n.C. kam die Ausbeutung der Granitsteinbrüche hinzu, so wie es zum Beispiel der Herkules von Attianus, Präfekt des Prätors unter Hadrian, der in einem Steinbruch gefunden wurde oder die für die Gebäude des antiken Roms verwendeten Säulen beweisen.

Die in den letzten Jahrzehnten des l. Jht. v.C. erbaute Villa auf den Grotten ist ein typisches Beispiel für die in der damaligen Zeit längs der Küste und auf den Tyrrhenischen Inseln entstandenen "Wochenendhäuser", um den Verpflichtungen der Hauptstadt zu entfliehen: die zum Panorama des Golf gerichteten Wohngebäude gruppierten sich im allgemeinen um einen großen Garten mit Arkaden, dessen Mitte durch einen Springbrunnen belebt wurde.
Die meisten Wohngebäude verfügten über ein kleines Thermalbad. Die reichhaltigen Verzierungen aus bemaltem Terracotta, Bruchstücke mit Fresken, Mosaik- oder Marmorböden weisen auf den Reichtum der auf der Insel anwesenden Patrizierfamilien hin, die aus Rom Material und Künstler kommen ließen. Etwas komplexer ist die Geschichte der Villa auf der Linguella.

Sie entstand schon in der ersten Hälfte des 1. Jht. v.C., wurde in der zweiten Hälfte das erste Mal renoviert und dann noch mehrere Male zwischen dem 2. und 3. Jht n.C. Und aus dieser Zeit stammen auch die meisten der heutigen Reste, deren Spuren jedoch durch die zwischen dem 16. und 19. Jht. gebauten Befestigungen stark verwischt sind (siehe Spaziergang auf den Spuren der Medici). Es ist nicht mehr möglich, den ursprünglichen Grundriß der Villa zu erkennen. Trotzdem erhalten wir einen Eindruck von der Vielfalt der bunten Mosaiken mit geometrischen Motiven, der Böden mit Einlegearbeiten aus Marmor.
Ebenfalls aus der Villa stammt die männliche Marmorbüste, die in der Nähe des Hafenamts in Porto gefunden wurde.

Gleichzeitig mit dem Bau der Villen (eine dritte, "di Capo Gastello" genannt, stand in Cavo) entstanden die ersten Ansiedlungen des heutigen Portoferraio. Es ist das sogenannte Fabricia, von dem heute unterhalb Fort Stella und in einigen Randgebieten wie die Mulini Ebene (Mulini Villa, siehe auf den Spuren Napoleons) nur noch wenige Spuren übrig sind.
Die Reste aus den Villen und dem römischen Portoferraio befinden sich im Archäologischen Museum, das auf der Linguella in den ehemaligen Salzspeichern eingerichtet wurde (siehe: Auf den Spuren der Medici).


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