Portoferraio: die Napoleonisch-Route ... auf den Spuren Napoleons

Unseren Spaziergang auf den Spuren Napoleons nur auf Portoferraio zu beschränken, würde ihn zu sehr eingrenzen. In ganz Elba finden sich Zeichen und Zeugnisse der hektischen Tätigkeit unter der Regierung des großen Korsen im Laufe der zehn Monate seines Reichs auf Elba: Rationalisierung des Bergbaus bis hin zur Planung der Eisenhüttenindustrie, Neubau oder Ausbau der Krankenhausstrukturen, Züchtung von Weintrauben, Einführung von für Elba neuer Pflanzen wie Oliven oder Kartoffeln, Ausbau des Straßennetzes.

In Portoferraio verbleiben jedoch die am besten erhaltenen und zahlreichsten konkreten Zeugnisse der Anwesenheit Napoleons auf Elba.
In den Außenbezirken ist das bekannteste Ziel die Villa S. Martno. Sie wurde von Napoleon als Sommerresidenz eingerichtet und befndet sich ca. 6 km von Zentrum entfernt an einem lieblichen Ort zwischen Weinbergen und Wäldern. Die Villa hat zwei Stockwerke und ist mit Fresken dekoriert, die der Kaiser bei Pietro Ravelli in Auftrag gegeben hatte. Erhalten ist das Schlafzimmer von Napoleon, der Ratssaal oder "der Tauben", die Wohnung von General Bertrand, der "ägyptische Saal".

1851 erwarb Prinz Anatol Demidoff, ein entfernter Verwandter von Napoleon, die Villa und ließ vor und unterhalb der Villa ein neoklassisches Gebäude als Museum bauen.
Heute ist es der prächtige Rahmen für Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen.

Zurück zum Stadtzentrum und dem großen Parkplatz zu Füßen der Bastion aus der Zeit der Medici hinauf, durch das Tor in Richtung via Sebastiano Lambardi und durch via del Carmine erreicht man einen kleinen Platz, der piazzetta Lambardi genannt wird, wo man vor dem Theater dei Vigilanti (ehemaliges Theater dei Fortunati) steht, das frisch renoviert Besuchern offen steht.
Dieses Theater, italienischer Machart mit drei Rängen, wurde unter Napoleon gebaut, der hierzu das Schiff einer der "Mutter der Karminer" geweihten Kirche umbaute. Diese war als Kapelle des gleichnamigen Krankenhauses von der Familie des Marchese Sorello 1617 erbaut worden.

Dann geht es die via V. Hugo durch einen Brückenbogen aus dem 15. Jht. zur Palazzina dei Mulini. Mulini bedeutet "Mühlen" und der Name geht auf die hier einstmals stehenden Windmühlen zurück. Diese Villa war die offizielle Residenz von Napoleon und seinem Hofstaat.
Zu besichtigen sind: das Arbeitszimmer, der Empfangssalon, das Dienerzimmer mit Karikaturen des Kaisers, die Garderobe (mit der napoleonischen Flagge Elbas: weiß, rot mit drei goldenen Bienen), das Schlafzimmer, die Bibliothek mit hunderten von Büchern einschließlich der wertvollen Sammlung des Moniteur Universel aus den Jahren 1790 bis 1813, die Galerie, der Salon der Offiziere und im ersten Stock der Wohntrakt von Paolina Borghese, der Schwester Napoleons. Neben der Villa der kürzlich renovierte Festsaal, darunter der gewaltige Bau des Forte Stella mit Garten, Statuen und Brunnen.

Von der Villa aus geht es durch die Befestigungen aus der Zeit der Medici und dann die via Ferrandini entlang, wo eine Steintafel daran erinnert, daß hier einige Zeit die Mutter des Kaisers, Donna Letizia, gewohnt hatte, hinunter zum Privathafen. Auf halber Höhe eine Querstraße, via della Misericordia. Diese führt zur gleichnamigen Kirche, wo im benachbarten Museum der Abdruck einer Hand, die Todesmaske aus Bronze aufbewahrt wird, die von Dr. Antonmarchi auf Sankt Helena von dem berühmten Exilanten gemacht wurde.

Dann geht es die prächtige Renaissance Treppe aus rosa Stein in die Stadtmitte zum Rathaus (16. Jht.), wo Napoleon nach dem 3. Mai 1814 einige Tage wohnte.


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